Asbestsanierung Fassadenverkleidung

Einst gepriesen als "Wunderfaser Asbest"
findet man es heute noch in Fassadenplatten

Festgebundene asbesthaltige Fassadenplatten
Asbesthaltige Fassadenplatte

Lange Zeit galt Asbest als eine Art Wunderfaser: Leicht zu gewinnen hielt der hitze- und säurebeständige Werkstoff auch in Deutschland schnell Einzug in Häuser und Wohnungen. Ob in Klebstoffen, Lüftungsrohren oder als Bestandteil von Farbe und Spachtelmasse: Asbest galt in der Zeit zwischen 1960 und 1990 als eine Art Allzweckwaffe am Bau – langlebig, vielseitig verwendbar und vor allem billig.

Das einst als Wunderwerkstoff gepriesene, hochgradig krebserregende Mineral Asbest ist EU-weit seit 2005 verboten. 

Im Hinblick auf Asbest unterscheidet man zwischen schwach- und festgebundenen Faserprodukten. Letztere kommen bei Wohngebäuden überwiegend in Form von Platten aus Asbestzement als Fassadenverkleidungen, Dacheindeckungen, Lüftungskanälen, Blumenkästen etc. vor. Diese fallen bei Abbruch-, Umbau- und Sanierungsarbeiten als Abfall an. Bei den wesentlich gefährlicheren schwachgebundenen Asbestprodukten handelt es sich meistens um Feuerschutz- oder Dämmplatten, in Industriebauten findet man vor allem Spritzasbest. Weichasbestprodukte dürfen unter hohen Schutzvorkehrungen nur von Fachfirmen ausgebaut und entsorgt werden. Grundsätzlich dürfen Sanierungsarbeiten nur mit persönlicher Schutzausrüstung, d.h. Ganzkörperanzug und Atemschutz, in abgeschotteten Bereichen durchgeführt werden. Sanierungsbereiche werden als Schwarzbereiche bezeichnet, zu denen ein Zugang nur über Schleusen möglich ist. In den angrenzenden Weißbereichen muss der Fasergehalt der Atemluft überwacht werden.

   Sanierung am Beispiel von Platten gemäss TRGS 519:

  1. Anzeige beim Gewerbeaufsichts-  Umweltamt  (8 DIN A4-Seiten)
  2. Mitteilung an die Württembergische  Bau  B G  (8 DIN A4-Seiten)
  3. Antragstellung  auf  Ablagerung:   auf  der  zuständigen Deponie
  4. Baustelleneinrichtung  + Hinweistafeln  entspr. den Vorschriften
  5. Pers. Schutzausrüstungen bereitstellen ( Anzüge, Masken usw.)
  6. Einweisung der turnusmässig vomAMD untersucht.Facharbeiter
  7. vorgeschr. Aufsichtsführung  d. Sachkundigen auf der Baustelle
    = bei uns gleichzeitig Fachkraft  für  Arbeitssicherheit  nach UVV
  8. Flächiges Einsprühen der asbesth. Platten  mit Faserbindemittel
  9. Demontage sowie Verpacken in die gekennzeichneten  Big Bags
  10. Transport zum Container  einschliesslich  Laden per LKW -  Kran
  11. Dekontamination faserbelasteten Flächen: Saugen / Bindemittel
  12. Abfuhr zur Deponie: Annahme nur an bestimmten Tagen erlaubt
    und Abladen per Kran entsprechend den Deponie- Anweisungen
  13. Erstellung d. Entsorgungsnachweises für die Unterlagen  des AG